Warum Open Source?

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Geschrieben von: Lars Mueller
Freitag, den 26. März 2010 um 15:28 Uhr

Zunächste einmal sollten wir (für die Menschen, die es noch nicht wissen) erklären was Open Source Software überhaupt ist. Oft wird sie in einem Atemzug genannt mit Freeware oder Shareware. Manchmal wird es verwechselt oder sogar für dasselbe gehalten.


Eine passende Erklärung liefert dieses Wikipedia-Zitat:

Die Free Software Foundation (FSF) verstand das Wort im Sinne von Freiheit (“free speech, not free beer”„freie Meinungsäußerung, nicht Freibier“), jedoch wurde es oft fälschlicherweise mit kostenlos assoziiert, da der englische Begriff free beide Bedeutungen haben kann. Tatsächlich ist freie Software in den meisten Fällen wirklich auch kostenlos erhältlich. Man hoffte, dass die Verwendung der Bezeichnung Open Source diese Mehrdeutigkeit beseitigt und auch eine einfachere Vermarktung von Open Source vor Vertretern der Wirtschaft ermöglicht.


Stellt sich also die Frage: "Warum sollte man überhaupt Freie Software verwenden?" Zunächst einmal ist da der Kostenaspekt. Warum sollte man Geld für (mitunter wirklich teure) Lizenzen ausgeben, wenn man die gleiche Leistung kostenlos bekommen kann?!

Aber selbst wenn das in manchen Chefetagen das Killerargument schlechthin sein kann, gibt es viel bessere Gründe zu quelloffener Software zu greifen.

Da wäre zum Beispiel das Thema Sicherheit: Open Source Software ist quelloffen, das bedeutet Jeder ist, zumindest theoretisch, dazu in der Lage sich das Programm, seine Funktionsweise und seine Auswirkung auf das Gesamtsystem, anzusehen und auf Sicherheitslücken zu untersuchen. Hersteller propritärer Software bieten in den seltensten Fällen, und selbst dann nur einem sehr kleinen Kreis von Programmierern, die Möglichkeit ihren Code zu untersuchen. Begründet wird das hin und wieder mit genau diesem Sicherheitsargument. Es soll verhindert werden, dass Schwachstellen im Programm entdeckt und ausgenutzt werden können. Wir nennen das eine sehr fragwürdige Sicherheitspolitik oder, wie es auch bezeichnet wird: security through obscurity.

Wenn Sie also wollen, dass Ihr System sicher ist, dann müssen Sie die Schwachstellen kennen. Es nützt Ihnen wenig, wenn versucht wird sie nur zu verstecken.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 21. April 2010 um 22:10 Uhr )